Lagebericht: keine Lösung in Sicht

Da sich der Blog auf unserer Webseite heute Nacht dazu entschieden hat, den Post über die erste realisierbare Option für ein neues GLEIS4 vor fast genau einem Jahr nochmal an alle Abonnenten zu versenden, sehe ich das mal als ein Zeichen, dass es Zeit ist für ein Update zur aktuellen Lage:

Der Mietvertrag für das GLEIS4 und auch die Music Academy läuft zum 30.09.2024 aus und der Vermieter des Geländes beabsichtigt, diesen nicht zu verlängern. Der primäre Grund ist der Parkplatzkonflikt, da der Besitzer in einer anderen Halle auf demselben Gelände an Wochenenden albanische und türkische Hochzeiten mit bis zu 400 Personen veranstaltet. Alle Gespräche über eine mögliche Verlängerung sind bisher am Thema Parkplätze gescheitert.

Seit fast zwei Jahren sind wir nun auf der Suche nach einer Lösung und an dieser Stelle möchte ich mich auch für die vielen Vorschläge von euch bedanken. Wir haben alle Optionen geprüft und auch oft schon konkrete Pläne mit unserem Architekten Norbert Bentz entwickelt. Wir haben etliche Gebäude oder auch unbebaute Grundstücke auf die Realisierbarkeit eines Umbaus oder sogar Neubaus analysiert und es haben sich immer dieselben Szenarien ergeben. Entweder ist das vorhandene Gebäude/Gelände für den Veranstaltungsbetrieb von Grund auf nicht geeignet oder die Lage ist nicht geeignet (Wohngebiet, Erreichbarkeit) oder die Preise für das Objekt ohne Umbau sind von vorneherein viel zu hoch. Auch die Stadt Frankenthal hat uns einen Anbieter vermittelt, jedoch hätten wir dort eine Grundmiete von 10.000 Euro zahlen müssen. Dazu kämen dann noch die Kosten für den dort sehr aufwändigen Umbau, der dem Umfang eines Neubaus gleichgekommen wäre.

Ich habe das Gefühl, dass der Wert einer Kulturstätte für Frankenthal extrem unterschätzt wird. Alle Gelände oder Gebäude, sei es privat oder leider auch städtisch, werden an denjenigen verkauft, der das meiste Geld hinlegen kann. Das sind natürlich Investoren, die z.B. Mehrfamilienhäuser oder lukrative Gewerbeimmobilien bauen. Aber wo bleibt hier der kulturelle Wert als weicher Standortfaktor für unsere Stadt? Hat es keinen Wert, dass jährlich 15.000 Besucher zu Konzerten, Partys und Poetry Slams in das GLEIS4 oder auch zu unserem GLEIS4 Open Air ins Strandbad kommen? Scheinbar nicht – oder erst, wenn das GLEIS4 in zwei Jahren aus der Frankenthaler Kulturlandschaft verschwunden ist.

Unsere Möglichkeiten sind langsam ausgeschöpft und uns läuft die Zeit davon. Deshalb nochmals der Aufruf an alle Unterstützer und auch an die Politik: Helft uns, helft dem GLEIS4, sonst gehen hier in zwei Jahren die schönen bunten Lichter aus!

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Friedlinde Hüther
    5. Oktober 2022 11:52

    Danke für die Infos. Im Industriegebiet Nord sind sicher noch einige Gewerbegrundstücke frei. Die Stadt könnte Euch eine überlassen! Man sollte jetzt eine Bürgerinitiative starten oder das Parkplatzproblem lösen (KSB?), was das Beste wäre! Kann die Stadt nichts gegen die Kündigung unternehmen? Öffentliches Interesse?

    Antworten

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