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Mittwoch 19. Jun 19 | 20:00 Uhr

KulturClub präsentiert: Birgit Löwers Skulpturen & Semiras Carmina Burana Projekt

Im KulturClub treffen sich Kulturschaffende und Kulturinteressierte aus dem Raum Frankenthal zu einem geselligen Abend mit inspirierenden Menschen. Regionale Künstler und Musiker sind dazu eingeladen sich bei der monatlichen Veranstaltung zu präsentieren.

Carmina Burana - Tanztheater-Projekt
„Carl Orffs Meisterwerk in Tribal Fusion“
Für das Jubiläumsjahr „Frankenthaler Geschichte(n)“ 2019 hat Tänzerin und Tanzpädagogin Semira B. Karg das Orchesterwerk von Carl Orff erstmals im Oriental-Fusion-Stil choreografiert für die Semira Dancers – eine Gruppe tanzbegeisterter Frauen. Zu sehen am 6./7. Juli im Rahmen des Mittelaltermarktes.

Stichwort Carmina Burana
Carl Orffs Carmina Burana – uraufgeführt 1937 – zählt zu den berühmtesten Werken der Chor- und Orchesterliteratur. Orff hat darin 25 weltliche Lieder in mittelhochdeutscher und mittellateinischer Sprache vertont, die im Kloster Benediktbeuern gefunden wurden. Die Lieder spiegeln die Höhen und Tiefen menschlichen Lebens, erzählen von der Macht Fortunas, der Unentrinnbarkeit des Schicksals, aber auch von der Freude über den Frühling, von erwachender  Liebe und der Lust am Leben.

Semiras Projekt
Die Carmina Burana sind aufgrund ihrer Struktur – 25 kurze Stücke, große musikalische und rhythmische Vielfalt, wiederkehrende Muster – ideal als Musik für Tanz. Weltweit gibt es tausende szenische und choreografische Umsetzungen. In den meisten Fällen wird das Werk entweder als klassisches Ballett oder als Modern / Contemporary Tanztheater choreografiert oder als Theaterstück bebildert. Einzelne Lieder – allen voran der Eingangschor „O Fortuna“ - werden sogar in der Werbung, im Sport und im Zirkus verwendet.
Mit ihrer Carmina Burana-Version verfolgt Semira einen anderen – bisher nie dagewesenen - Ansatz: Ausgehend von Bewegungstechnik und Figurenvokabular des Orientalischen Tanzes und verwandter Ethno-Stile (Hawaiian Hula, Indischer Tanz, Gypsie-Dance) hat Semira für 13 der 25 Carmina-Stücke Choreografien im zeitgenössischen Tribal-Fusion-Stil geschaffen. Dieser „mittelalterlich-orientalisch“ wirkende Tanz ist seit einigen Jahren oft auf Mittelaltermärkten und Festivals anzutreffen. Duett- und Solo-Passagen wechseln sich ab mit Gruppen-Tableaus. Schleier, Fächer, Tambourine, Säbel, Stöcke und eigens angefertigte Requisiten werden miteinbezogen. Die Kostüme der Tänzerinnen wirken antik folkloristisch und verweisen in ihrer Farbsymbolik auf Vorgänge in der Natur, auf Liebe und Tod.

Birgit Löwer
Als Künstlerin arbeitet und lebt Birgit Löwer, die in Frankenthal als Gleichstellungsbeauftragte bekannt ist, in Böhl-Iggelheim. Seit Beginn ihres künstlerischen Weges im Jahr 2006 begleiten sie viele Künstlerinnen und Künstler, darunter auch Erich Sauer aus Frankenthal
Seit 2007 arbeite Birgit Löwer mit dem uralten Werkstoff Beton. Als lebendiges Naturmaterial mit seiner visuellen und durch Begreifen erfühlten Ausstrahlung, bietet er ihr unendliche gestalterische Möglichkeiten. Dabei inspiriert sie seine archetypische und organische Seite, und, viel mehr noch, ihm mit Formgebung, Struktur und Bearbeitung eine Seele zu geben.
Im Jahr 2012 entdeckte die Künstlerin das Arbeiten mit Wachs und den Bronzeguss. Und sie setzte fort und verfeinerte, was von Anbeginn ihr zentrales Thema ist: die Darstellung des menschlichen Körpers.
Zumeist wird er stehend in leicht angedeuteter Bewegung gezeigt. Ein Werk, das spannungsvolle, häufig weibliche Körperproportionen als Torso formuliert, ein Menschenbild, das mit Fülle und Reduktion zugleich spielt.
Birgit Löwers fragmentierten Plastiken entziehen sich der schnellen Blicke. Es geht ihr nicht um eine einfache Darstellung von Subjekten, sondern um den Ausdruck ihres Wesens.
Die „Gestalten“, im Wortsinn, sind keine rudimentären Reflexionen von Wirklichkeit, sondern vielmehr vitale Wesenheiten. Durch die zunehmende Auflösung ihrer äußeren Gestalt wird die innere Aussage geschärft und erfahrbar. In archaisierender Kargheit auf das Wesentliche beschränkt, verstärkt sich ihre Poesie.
Weitere Aussagen lässt die Künstlerin bewusst offen. So erschließen sich die Plastiken dem, der sie im Umkreis ihrer Vorbilder wahrzunehmen und darin ihre Individualität zu entdecken vermag.

Eintritt frei!

Einlass: 19:00 Uhr


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Tickethotline: 0651-9790777

Vorverkauf im Gleis4

 

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